Physiotherapie bei Tinnitus
Unter
einem Tinnitus versteht man Ohrgeräusche, die nur vom
Betroffenen selbst wahrgenommen werden und für die es
in der Regel keine äußeren Schallquellen gibt.
Die Symptome können gelegentlich auftreten und wieder
verschwinden.
Es gibt auch schleichende Verläufe mit gelegentlichem
Auftreten bis hin zum permanentem Ohrgeräusch, jedoch
kann ein Tinnitius auch plötzlich und akut entstehen
.
Die Ursachen für die Entstehung sind sehr verschieden:
Genannt seien hier z.B.das Lärmtraume, der Hörsturz,
anfallsweise auftretender Drehschwindel, sowie Probleme der
Halswirbelsäule und der Kiefergelenke.
Bei letztgenannter Ursache wird im Rahmen der Physiotherapie
eine umfangreiche Funktionsanalyse von Hals-wirbelsäule
und Kiefergelenk unter Einbeziehung der Wirbelsäule,
des Beckens und der unteren Extremitäten vorgenommen.
Es erfolgt eine spezifische Behandlung der Gelenkfunktionsstörungen
der HWS, der muskulären Spannungs-störungen sowie
aller anderen damit in Zusammenhang stehenden Faktoren.
Auch Stressbewältigung oder Craniosacrale Therapie kommen
als Therapieansatz in Frage.
Physiotherapie ist ein Baustein des Gesamtkonzeptes der Tinnitusbehandlung.
Tuina
(Tui=Schieben und Drücken, Na=Greifen
und Ziehen)
Ist der chinesische Begriff für die traditionelle manuelle
Behandlung. Hierzu zählt auch die Akupressur, die neben
der Akupunktur die bekannteste chinesische Heilmethode in
den westlichen Ländern darstellt.
Dank ihrer hohen Wirksamkeit, ihrer guten Verträglichkeit
und ihrer einfachen Handhabung gewinnt die Akupressur- bzw.
Tuina-Therapie immer mehr Anerkennung. Besonders im Rahmen
der orthopädischen Schmerzbehandlung stellt sie eine
sehr gute Ergänzung bzw. Alternative zu den bekannten
Behandlungsstrategien dar. Auch muskuläre Dystonien,
die (noch) nicht primär als Schmerzen wahrgenommen werden,
können sehr erfolgreich behandelt werden.
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Ultraschalltherapie
Die Ultraschalltherapie beschreibt ein medizinisches Verfahren
zur Schmerzlinderung und Unterstützung von Selbstheilungsprozessen
(nicht zu verwechseln mit bildgebenden Verfahren). Zur Behandlung
wird ein Schallkopf gleichmäßig über die mit Kontaktgel bedeckte,
erkrankte Stelle geführt.
Wirkung
Durch den auf den Körper wirkenden Ultraschall kommt
es im Gewebe zu einer mechanischen und thermischen Wirkung.
Die mechanische Wirkung ist eine Vibrationswirkung.
Durch den Schalldruck kommt es im umliegenden Gewebe zu starken
Kompressionen und Expansionen, was der Wirkung einer kräftigen
Massage oder Bindegewebsmassage entspricht.
Die thermische Wirkung entsteht über die
Schallresorption durch das körpereigene Gewebe.
Das Besondere an der Ultraschalltherapie ist, dass hier Regionen
in einer Tiefe bis zu 8 cm erreicht werden, was insbesondere
im Gelenkbereich interessant ist. Es können sowohl erkrankte
Stellen lokal behandelt, als auch zuführende Nerven stimuliert
werden.
Indikationen
Typische Indikationen sind Myalgien, chronische Muskel- oder
Sehnenschmerzen, Frakturen oder Narben-/Gewebsverklebungen
sowie arthrotische Veränderungen.
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Vojta – Therapie
Die Therapie ist ein neurophysiologisch, kinesiologisches
Bahnungssystem zur Wiederherstellung physiologischer Bewegungsmuster
Pathologische Reaktionen sollen frühzeitig erkannt werden
und in physiologische
Bewegungsmuster eingeleitet werden. Ein besonderes Augenmerk
gilt dabei dem posturalen Touns.
Darunter versteht man die Fähigkeit der Muskulatur, den
Körper in einer sicheren Lage halten zu können
(z.B. Bauchlage des Säuglings bis zum Einbeinstand des
Erwachsenen).
Jede zielgerichtete Bewegung fängt aus einer bestimmten
Lage an und
endet in einer bestimmten gesicherten Lage.
Indikation:
a) Kinder:
frühkindlicher Gehirnschaden zentrale Koordinationsstörung,
Spina bifida Prävention von Haltungassymmetrien und Störungen,
Schiefhals, Plexusparese.
b) Erwachsene:
Neurologische Erkrankungen, orthopädische (Skoliose)
und chirurgische Erkrankungen mit neuromuskulären Störungen
Inhalt der Vojtatherapie:
ist die Reflexfortbewegung (Reflexkriechen,Reflexumdrehen).
Durch Druck auf bestimmte Körperteile (Auslösezonen)
in einer bestimmten Ausgangslage (Reflexkriechen, Reflexumdrehen)
lassen sich reflektorische Bewegungen beim Säugling erzeugen,
wie sie in der normalen motorischen Entwicklung erst in einem
späteren höherem Stadium auftreten. In der Regel
löst die Reizung an den Zonen das gesamte Reflexmuster
aus. Zusätzlich zur motorischen, kommt es zu stark vegetativen
Reaktionen .(Hautrötung,Schweißbildung)
Ziele:
• Bahnung physiologischer Bewegung bevor sich z.B. ein
spastisches Muster entwickeln kann
• Einbettung von Muskeln in physiologische Bewegungsketten
• Beeinflussung vegetativer Funktionen unter anderem
auch Atmung, Blasen-Mastdarmfunktion
• günstige Beeinflussung der Sprachentwicklung
Anforderungen an die/den Therapeuten/-in:
• gute Kenntnis der normalen Entwicklung des Kindes
• genaue Befundung der jeweiligen Schwächen des
Kindes
• Auswählen der geeigneten Ausgangsstellungen und
Auslösepunkte
• gute Elternanleitung und Führung bei auftretenden
Problemen
Anforderungen an die Eltern:
• regelmäßiges konsequentes Üben zu
Hause (z.Teil 3-4 x täglich)
• Erlernen der nötigen Techniken
• gute Beobachtungsgabe des Kindes während der
Übungen, um gewünschte Reaktionen von Ausweichmechanismen
zu unterscheiden
Es ist normal, wenn ein Kind während der Übungen
schreit denn es muß große körperliche Leistungen
vollbringen. Diesem zeitweiligen Streß begegnet das
Kind durch „Schreien“:
Ältere Kinder sollte man zur aktiven Mitarbeit bewegen.
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Yoga
Das
Wort Yoga kommt aus dem Indischen und gemeint ist damit die
Kunst der Selbstmeisterung.
Erste Spuren und Hinweise fanden sich bereits im Indien der
Frühgeschichte vor ca. 5000 Jahren.
Die sogenannten Yoga-Sutras (Yoga-Merksprüche) gelten
auch heute noch als klassische Grundlage.
Das Kernstück ist ein logisch aufgebauter Pfad, der die
Selbst-vervollkommnung des Menschen und eine unerschütterliche
und gleichmütige Geisteshaltung zum Ziel hat:
Er enthält Richtlininien für ethisch-moralisches
Verhalten und für die Körperhygiene, für die
Ernährung und die Haltung, für die Regulierung und
Rhythmisierung der Atmung und deren Wechselwirkung mit emotionalen
Zuständen sowie verschiedene Konzentrations- und Meditationsübungen
In der heutigen Zeit anerkannte Methoden, wie das autogene
Training oder die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson,
lassen Elemente des Yoga erkennen oder wurden aus dem Yoga
entwickelt
Grundprinzipien des heutigen, westlichen Yoga
Yoga ist keine Alternative zu sportlicher Betätigung,
jedoch eine sehr sinnvolle Ergänzung.
Wer sich mit Yoga beschäftigt, entwickelt Kenntnisse
und Erfahrungen über die eigenen körperlichen, psychischen
und geistigen Funktionen und Möglichkeiten.
Fähigkeiten der Selbstkontrolle und Selbstregulation
können erprobt und erlernt werden.
Das Ziel
Ziel der Yoga-Therapie ist es, über Selbstbeobachtung,
die Atmung und die Arbeit mit dem Zwerchfell, eine Beeinflussung
des vegetativen Nervensystems im Sinne der Balance zu erreichen.
Der Umgang mit Stress kann erlernt werden. Dies geht einher
mit dem „Abschalten“ von negativen Emotionen.
Desweiteren kann zusätzlich Einfluss auf bestimmte funktionelle
Probleme der inneren Organe und des Bewegungsapparates genommen
werden. Die körpereigene Wahrnehmung für Aspekte
der Haltung, der Spannung und der Dehnfähigkeit der Muskulatur
wird gesteigert.
Die Mobilität der Wirbelsäule kann gezielte durch
Einsatz der Schwerkraft oder durch gezielte Entspannung im
Sinne der progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson beeinflusst
werden.
Je nach den eigenen Bedürfnissen werden die Zielstellungen
des Yoga variiert und angepasst.
Gesunderhaltung und Stabilisierung der Persönlichkeit,
bessere Anpassungsfähigkeit und gesteigertes Selbstwertgefühl
– das sind die Haupteffekte des Yoga, wenn es regelmäßig
praktiziert wird.
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dreidimensionale Fußtherapie nach
Zukunft-Huber
Die dreidimensionale manuelle Fußtherapie wurde von
Barbara Zukunft-Huber zur Frühbehandlung von Fußdeformitäten
entwickelt und orientiert sich an der funktionellen Fußentwicklung
im ersten Lebensjahr.
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