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Physiotherapie bei Funktionsstörungen
des
Kiefergelenkes
Störungen in der Funktion der Wirbelsäule und
der Kiefergelenke bedingen sich häufig gegenseitig.
In diesem Zusammenhang können anhaltende Nacken-und
Schulterbeschwerden, Kopfschmerzen, Migräne, Gesichtsschmerzen,
Bewegungseinschränkungen und Schmerzen der Kiefergelenke
entstehen, die anderen Symptomen wie Tinnitus, Ohrenschmerzen,
Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Zahnschmerzen (obwohl
der Zahn selbst in Ordnung ist) den Weg bahnen.
Diese Beschwerden gehen oft auf komplexe Verknüpfungen
im Körper zurück, die es notwendig machen, den
menschlichen Organismus als Einheit zu verstehen und zu
behandeln.
Ursachen für Kiefergelenksprobleme können
sein
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Unfälle, z.B. Schleudertrauma
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Stress (Zähne zusammenbeißen)
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Störungen in der Verzahnung,
Zahnlücken im Seitenzahnbereich
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Zu hohe oder zu tiefe Zahnfüllungen
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Langandauernde Zahnbehandlungen
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Rheumatische Erkrankungen (Fibromyalgie,
M.Bechterew)
Für die Behandlung ist es wichtig, die gestörte
Funktion der Muskel-und Gelenkketten zu erkennen und zu
behandeln. Die Zusammenarbeit mit einem Zahnarzt oder Kieferorthopäden
ist sinnvoll und notwendig, um eventuell vorhandene Störungen
im Zahnbereich zu korrigieren.
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Klinisch orientierte Psychomotorik
/ KOPM
Die KOPM ist eine Methode zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
von Kindern. Sie baut auf einem ganzheitlichen Ansatz auf,
d.h. sie sieht den Menschen als Einheit aus Körper-Seele-Geist.
Bewegung und Wahrnehmung sind eng aufeinander bezogen und
miteinander verwoben. Sie haben sowohl im Lernverhalten
(später auch in der Schule!) als auch in der gesamten
Entwicklung des Kindes einen bestimmenden Einfluß
und sind nicht voneinander trennbar.
Grundlegend ist die Vorstellung, dass Kinder über
Sinneswahrnehmung ihre Umwelt erfahren und mit Handlungen
reagieren, welche wiederum die Umwelt beeinflussen. Die
KOPM versucht durch eine gezielte Beeinflussung der Wahrnehmung
und Handlung des Kindes auf dessen Persönlichkeit einzugehen
und diese zu fördern. Das Kind soll befähigt werden,
sich sinnvoll mit sich selbst (Körpererfahrungen),
seiner dinglichen (Materialerfahrungen) und personalen (Sozialerfahrungen)
Umwelt auseinanderzusetzen und entsprechend zu handeln.
Durch entsprechende entwicklungs- und kindgemäße
Übungsangebote soll das Kind eine weitgehend selbständige
Handlungsfähigkeit/ Handlungskompetenz erlangen. Im
Rahmen der psychomotorischen Behandlung lernt das betroffene
Kind, sich mit seinen Stärken und Schwächen realistischer
einzuschätzen, mehr Selbstbewußtsein zu entwickeln
und sich als Persönlichkeit darzustellen und zu akzeptieren.
Die Beratung und das Gespräch mit den Eltern des Kindes,
sowie seinen Bezugspersonen gehören zum unverzichtbaren
Bestandteil der psychomotorischen Behandlung.
Die KOPM behandelt vor allem Kinder mit Teilleistungsstörungen
(TLS) bzw. minimalen cerebralen Dysfunktionen (MCD). Ursachen
für TLS/MCD sind:
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Pränatal: Infektionen, Ernährungsfaktoren,
chemische, endokrine und mechanische Faktoren,Blutungen
am Anfang der Schwangerschaft sowie seelische Dauerbelastung
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Perinatal: Hypoxie, Frühgeburten,
Komplizierte Geburten, Sectio, Nabelschnurkomplikationen,
Plazentaprobleme
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Postnatal: Vitaminmangel, Übergewicht,
Meningitis, Hydrocephalus, Toxikosen, Anfallsleiden, Komplikationen
bei Impfung aber auch: Umweltfaktoren, Erziehung (Erziehungsstil/Bewegungsmangel),Vernachlässigung,
Missbrauch, Misshandlung, Probleme mit Sinnesorganen
Die Behandlung ist bei den nachfolgend aufgeführten
Indikationen angezeigt, insbesondere wenn sie inKombination
untereinander auftreten:
1. Wahrnehmungsstörungen
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Entwicklungsverzögerungen oder Störungen
im kinästhetischen, taktilen, vestibulären,
visuellen, akustischen Bereich
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Beeinträchtigtes Spüren, Empfi
nden und Erleben der eigenen Körperlichkeit, begrenzte
und gestörte Bewußtheit über das persönliche
Körperschema
-
Störungen in der Handlungsplanung
und –durchführung und in der Zeit-und Raumorientierung
-
Fehlende Eigen- und Fremdwahrnehmung
-
Entwicklungsverzögerungen und Störungen
in der grob- und feinmotorischen Koordination mit eventuellauftretenden
motorischen Seitendifferenzen,
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Störungen der Bewegungskontrolle,
der Kraftdosierung, der Kraftanpassung und der Gleichgewichtskontrolle
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Gliedmaßenanomalien mit dadurch
bedingten motorischen, emotionalen und/oder sozialen Problemen
-
Störungen in der Visuo- und Graphomotorik
und der Hand- und Fußgeschicklichkeit, Verzögerungen
in der Seitigkeits- und Dominanzentwicklung
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Störungen und Entwicklungsverzögerungen
in der Sprache und im Sprechen (Dysgrammatismus, Stottern)
-
Kinder, die als „Zappelphilipp“,
„Angsthase“, „Störenfried“,
„Ungeschickte“ auffällig werden
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Psychomotorische Hemmung bzw. Enthemmung
mit sozial-emotionalen Fehlanpassungen
Hyperaktivität oder Hypoaktivität
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Aggressive, autoaggressive und regressive
Verhaltensweisen
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Leistungsverweigerung und sozialer Rückzug
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Konzentrationsstörungen, Aufmerk-,
und Gedächtnisleistungen
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Fehlendes Selbstbewusstsein und Realitätsbewusstsein
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Beeinträchtigungen bei der Kontaktaufnahme
und Kommunikation sowie beim Ausdrucksverhalten
Nicht zu unterschätzen ist der Einfluss der Psyche
auf die Haltung. Häufig erzielt man gute Erfolge, wenn
man Psychomotorik vor einer Rückenschule mit reiner
Muskelkräftigung anwendet, da die Haltung oft durch
geringes Selbstbewusstsein, Probleme, v.a. in der Pubertät
negativ beeinflusst wird („sich verstecken wollen“).
Die KOPM wendet meist das Spiel als Medium an, so dass
sich jede Fußgymnastik oder Rückenschule im Sinn
der Psychomotorik gestalten lässt. Weiterhin wird ständig
der Bezug zum täglichen Leben hergestellt, z.B. Training
der Aufrichtung in der Rückenschule. Gerade bei kleineren
Kindern lässt sich so die Motivation zur Mitarbeit
erhöhen.
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Kinesiologie
Die Kinesiologie ist eine ganzheitliche Heilmethode.
Der Begründer der Kinesiologie, Dr. Georg Godeheart,
Chiropraktiker/USA, entdeckte den Zusammenhang von gestörteem
Energiefluß und Muskelfunktion. Anfängliche Störungen
des energieflusses können, wenn sie länger anhalten,
zu Krankheiten führen.
Touch for Health(TfH) ist eine Methode, die von dem Chiropraktiker
Dr. John Thie entwickelt wurde, um über manuelle Muskeltests
Muskelschwächen und Energieblockaden wieder zu lösen.
Hierzu wird auf Akkupressurpunkte des Meridiansystems und
auf neurovasculäre Kontaktpunkte Einfluß genommen
und das neurolymphatische Reflexsystem aktiviert.Dadurch
kann die Blutzufuhr zu den Organen beeinflusst werden.
Eine wichtige Rolle spielt außerdem die Ernährung
und der Wasserhaushalt des Körpers.
Durch die Energiebalance werden Selbstheilungskräfte
mobilisiert, Stress reduziert und somit das Immunsystem
gestärkt.
Der Organismus des Menschen ist in Balance, wenn die Biochemie
(Stoffwechselvorgänge im Organismus),
die Biomechanik (Muskel-und Knochenapparat) und die Psyche
(Emotionen) im Einklang sind.
Biochemie, Biomechanik und Psyche werden als die
"Triade der Gesundheit" bezeichnet.
Innerhalb der Kinesiologie gibt es verschiedenen Bereiche
( z.B. Schul-und Zahnmedizin, Psychotherapie, Pädagogik
und Naturheilverfahren), in denen ausgebildete Kinesiologen
arbeiten.
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