Akupunktur
(acus = Nadel, punctio = das Stechen)
Ohr- Akupunktur (Auricolotherapie)
Bei der Ohr- Akupunktur handelt es sich um eine Sonderform
der Akupunktur, eine sogenannte somatotope Akupunktur. (Somatopie:
Soma=Körper und Topos=Punkt)
Der gesamte Körper wird somit in bestimmten Punkten
im Ohr abgebildet.
Ist ein Körperteil erkrankt, so stellt sich diese Störung
des Körpers auch auf seiner Abbildung im Ohr dar. Das
zugehörige Areal des Ohres verändert sich.
Wurde eine gestörte Zone im Ohr erkannt, kann man zum
einen daraus Rückschlüsse auf den Zustand des Körpers
ziehen (Vorsichtig!), und zum anderen über diesen Weg
therapieren. Mit dem Setzen von Nadeln kann somit der gesamte
Organismus beeinflusst werden.
Die Therapie erfolgt durch das Stechen einer Akupunkturnadel
in den aktiven Punkt. Der aktive Punkt ist der stärkste
Punkt in einer gestörten Zone am Ohr (der sogenannte
»very point«). Über das Setzen einer Nadel
in diesen Punkt regt man die Regulationsmechanismen des Körpers
an, sich um die Störung zu kümmern - und sie wenn
möglich zu beheben.
Wenn es auch Hinweise gibt, dass diese Therapieform schon
seit mehreren tausend Jahren existiert, so wurde sie vornehmlich
in Europa (durch den französischen Arzt Paul Nogier)
zu der Form weiterentwickelt, mit der wir heute arbeiten.
Beckenbodengymnastik
Inhalt:
- Aufklärung über Lage und Funktion der Beckenbodenmuskulatur
und der Organe im Unterleib
- Kennenlernen, Erspüren, Kontrollieren des Beckenbodens
- Verbesserung der Lage der Unterleibsorgane sowie der Durchblutung
der Beckenbodenmuskulatur
- Kräftigung der Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur
zur Prophylaxe einer erneuten Senkung
- Überprüfen und Neuerlernen von rücken-
und beckenbodenschonendem Bewegungsabläufen im Alltag
- Aufklärung über funktionelle mentale und mechanische
Aufschubstrategien für Blase und Darm
Was kann und was bewirkt Beckenbodengymnastik?
Durch genaue Informationen und Bildmaterial erweitern Sie
Ihre Kenntnisse über den Beckenboden und kommen somit
zu einem besseren Verständnis der funktionellen Zusammenhänge
zwischen Beckenboden und Bauchmuskulatur, sowie der Lage von
Blase, Darm und Gebärmutter.
Sie lernen durch intensives Training Ihren Beckenboden zu
spüren, zu kräftigen und auch zu entspannen. Mittels
gezielter Übungen können Sie aktiv zur ursächlichen
Bekämpfung der Harninkontinenz beitragen. Das natürliche
Zusammenspiel der Bauch- Rücken- und Beckenboden-muskulatur
wird wieder angebahnt und die automatische Verschlussfunktion
von Blase und Darm verbessert.
Dies ist wichtig bei Druckbelastungen wie Husten, Niesen,
Heben, Treppensteigen.
Sie entdecken ungünstiges Alltagsverhalten und erlernen
dafür beckenboden- und rückenschonende Bewegungsabläufe.
so können Sie sich wirkungsvoll vor unangenehmen Folgen
wie Senkung und Schließmuskelschwäche schützen.
Zusätzlich werden Aufschubstrategien vermittelt, um in
Notsituationen sicherer zu werden, Blase und Mastdarm wieder
zu kontrollieren und damit angstfrei am gesellschaftlichen
Leben teilzunehmen.
K u r s a n g e b o t
Kursbeginn und Preise auf Anfrage
Infos an der Anmeldung
Biomechanische Stimulation
Die Biomechanische Stimulation (BMS) ist eine elektromechanische
Behandlung des neuromuskulären System, des Gefäßsystems
und des Bindegewebes. Entwickelt wurde die Methode Ende der
70iger Jahre in den GUS-Staaten von Prof. V. Nasarov, einem
Spezialisten für Sportbiomechanik. Sie wurde zuerst an
Leistungssportlern erfolgreich erprobt, ist jedoch inzwischen
auch Teil der Weltraummedizin und wissenschaftlich anerkannt.
Seit 12 Jahren kommt die Methode auch in Deutschland mit großem
Erfolg zur Anwendung.
Therapeutische Wirkung:
- Verbesserung der Durchblutung und des Stoffwechsels

- verbesserte Ödemresorption
- sofortige Schmerzlinderung, insbesondere im muskulären
Bereich
- Erhöhung der Dehnfähigkeit der Muskulatur
- beim Muskeltraining in kurzer Zeit Steigerung der Maximalkraft
- Verbesserung des Gleitverhaltens von Gewebeschichten zueinander
(Bindegewebe,Gelenkkapsel, Sehnen, Bänder)
Anwendungserfolge bisher bei:
- Rehabilitation nach traumatischen Verletzungen
- Behandlung von Narben, Verklebungen, Kontrakturen
- Verbesserung der Gelenksbeweglichkeit
- Behandlung von aktiven Kontrakturen, Sehnenverkürzungen,
Tennisellenbogen, Schmerzen an der Achillessehne
- Behandlung spastischer Muskulatur bei drohender Kontraktur
- Behandlung von Migräne, Tinnitus und Triggerpunkten
im muskulären Bereich
- Behandlung der vegetativen Ausbreitung eines lokalen Geschehens
Bobath – Konzept/ Krankengymnastik
auf neurophysiologischer Basis
Dieses Therapiekonzept wurde von dem Ehepaar Dr. h.c. Berta
Bobath (Krankengymnastin) und Dr. Karel Bobath (Neurologe
und Psychiater)in den Vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts
entwickelt. Dieses interdisziplinäre Therapiekonzept
bezieht den Menschen in seiner ganzen Persönlichkeit
ein. Es findet Anwendung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
mit angeborenen oder erworbenen Störungen des Zentralnervensystems,
die mit einer Beeinträchtigungen der Wahrnehmung und
Bewegung einhergehen. Für den Patienten wird ein individueller
Befund erstellt und im Vordergrund steht hierbei die Beobachtung
der Fähigkeiten und Aktivitäten der Betroffenen
im Alltag. Dieser Befund wird ständig an die aktuelle
Situation angepasst und dadurch findet eine regelmässige
Erfolgskontrolle statt.
Ziel der Therapie:
Differenzierung der funktionellen Fähigkeiten und Erweiterung
der Handlungskompetenz mit dem Ziel der größtmöglichen
Selbständigkeit im Alltag.
Der
Therapeut versucht, bestmögliche Bedingungen für
das sensomotorische Lernen zu gestalten. Es werden häufig
Alltagssituationen ausgewählt, die dem Lebensumfeld des
Patienten entsprechen und deshalb zur Entwicklung eigener
Strategien besonders sinnvoll sind.
Die Motivation des Patienten wird gefördert und seine
Handlungskompetenz weiterentwickelt. Die optimale Ausführung
der therapeutischen Aktivitäten wirkt gleichzeitig auch
tonusregulierend.
Sie als Eltern oder Angehörige werden in den „Lernprozess“
mit einbezogen. Ihnen werden Handlungsmöglichkeiten gezeigt,
mit denen Sie dem Betroffenen im Alltag Hilfestellung geben
können.
Neben den motorischen Schwierigkeiten müssen auch berücksichtigt
werden:
- Entwicklungsprobleme bei Kindern
- Abnorme Reaktionen
- Zusätzliche Behinderungen
- Störungen der Wahrnehmung, der Sprache, der geistigen
Entwicklung, der sozialen Integrationsfähigkeit, sowie
- der Einfluss des Alltags und der Aktivitäten des
Betroffenen. Dies setzt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit
voraus z.B. mit Logopäden, Ergotherapeuten, Psychologen
oder Neuropsychologen.
Krankengymnastik nach Dr. Brügger
Brüggertherapie heißt die Analyse
von krankmachenden Haltungs- und Bewegungsmustern. Der Therapeut
versucht dabei, Zusammenhänge herauszufinden zwischen
Haltungsgewohnheiten, dem Schmerz und bestimmten Schutzmechanismen,
wie z.B. Schonhaltungen und Ausweichbewegungen. Die dabei
auftretenden Störungen können ausstrahlende Schmerzen
auslösen, die unter Umständen weit vom Ort der Störung
entfernt liegen.
Zu diesen Störungen zählen wir beispielsweise
Überlastung der Muskulatur und der Bänder, Reizung
der Sehnenansätze bis hin zu Entzündungen, sowie
Verkürzungen im Bereich der Muskulatur. Auch unphysiologische
Gelenkstellungen, die zu ungünstiger Belastungssituation
und vorzeitiger Schädigung der Gelenke führen, gehören
dazu.
Ergänzt wird die Therapie je nach Verordnung des Arztes
durch vorbereitende Maßnahmen, wie z.B. Hitze oder Wärmepackungen.
Hauptinhalte der Therapie sind:
- die Behandlung der betroffenen Strukturen
- Entspannungstechniken für verkürzte Muskeln
- das Wiederherstellen der muskulären Balance
- das Erarbeiten der aufrechten Körperhaltung
- Stabilisations- und Koordinationstraining
Sie entdecken dabei mit unserer Hilfe Zusammenhänge
zwischen Alltagsverhalten, Dauerbelastungen und Ihren eigenen
Beschwerden. Dies führt zu einem bewußten Umgang
mit sich selbst, schützt vor ständigen Beschwerden
und hilft letztendlich, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten.
Die genaue Funktionsanalyse führt uns zur eigentlichen
Ursache und ermöglicht eine effiziente Therapie.
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